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Muzeum Narodowe Szczecin

Das Museum in Szczecin wurde als eine der ersten Kultureinrichtungen bereits am 1. August 1945 neu begründet. Es war für die Übernahme, die Sicherung, den Schutz und das Registrieren der Kulturgüter verantwortlich, die sowohl in der Stadt selbst, als auch in der Region erhalten geblieben waren. Die Ausstellungstätigkeit wurde im Frühling 1948 mit dem Status eines Regionalmuseums begonnen. Im Jahr 1970 erhielt es den Rang eines Nationalmuseums.

Heute werden die Sammlungen in drei Bereichen (Seemuseum, Galerie der Gegenwartskunst, Museum für Stadtgeschichte) und 4 Abteilungen (Alte Kunst, Archäologie, Ethnographie von Pommern, Außereuropäische Kulturen) gesammelt.

Zwei Sammlungen befinden sich in Gebäuden aus dem 18.Jh. Im Zentrum der Stadt - Ecke ul. Staromłyńska und plac Żołnierza. Der Sitz vom Landeshaus wurde in den Jahren 1726-27 nach einem Projekt von Cornelius von Walrawe gebaut und wurde dann in den Jahren 1927-28 für das Pommersche Landesmuseum übernommen. Heute finden hier auch Ausstellungen statt, die dem künstlerischen Nachlaß der Region gewidmet werden.

Einen besonderen Platz in der Geschichte der pommerschen Kunst nehmen die Kunstwerke ein, die einen Zusammenhang mit dem fürstlichen Mäzenat haben. Ihnen wurde eine separate Ausstellung gewidmet.

Eine Galerie der Polnischen Kunst, die bereits seit 1948 besteht, erweckt ganz bestimmt das Interesse der Liebhaber der Malerei. Sie zeigt die Kunstwerke der wichtigsten, hauptsächlich aus dem 19. Jh. Stammenden Nationalkünstler.

Ein neugieriger Besucher kann im wissenschaftlichen Spezialleseraum sein Wissen vertiefen. Die Museumsbibliothek sammelt Literatur über Pommern, Kunst, Kultur, Archäologie, Museumskunde und Seeprobleme, sie ist allerdings auch eine Schatzkammer für alte Drucksachen, hauptsächlich pommersche, oder auch für seltene Lexikonveröffentlichungen und Zeitschriften.

Das gegenüber liegende Gebäude der ehemaligen Generalkommandantur der Stettiner Garnison beherbergt seit 1980 die Galerie der Gegenwartskunst. Die ständige Ausstellung ergänzt die Kollektion der polnischen Kunst um Werke, die in den Jahren 1918 bis 1939 entstanden sind und die Werke von bekannten und anerkannten Künstlern. Zusammen mit den Sammlungen der Grafiken und Zeichnungen stellt diese Kollektion ein repräsentatives Bild der gegenwärtigen polnischen Kunst dar.

Außerhalb der Altstadt, im Zentrum der repräsentativen Anlage von Wały Chrobrego (Hakenterrasse) wurde in den Jahren 1911-1913 - nach einem Projekt von Wilhelm Meyer - ein imposantes Gebäude, nämlich das städtische Museum gebaut. Im Oktober 1946 wurde es an das Seemuseum übergeben, welches im Jahr 1950 an das damalige Museum von Westpommern angeschlossen wurde. Heute ergänzen Themen, die meist dem maritimen Charakter der Region verbunden sind, die Ausstellungen, die das Ergebnis der jahreslangen Sammler- und Forschungstägigkeit des Museums sind.

Die Ausstellung "Urgeschichte von Pommern auf dem Land und Meer" ist ein Versuch, synthetisch die Wurzeln der lokalen Ansiedlung aus der Perspektive der Steinzeit von 10.000 Jahren vor unserer Zeit darzustellen. Die Nachfolger, der vor Jahrhunderten lebenden Stämme, bildeten die Grundlage der Handelskontakte und des zukünftigen Netzes der Ansiedlung, dessen Grundriß die Ausstellung "Slawen auf der Ostsee" zeigt.

Eine spezifische Ausstellungsart, die in ein exotisches Klima des "schwarzen Kontinents" und der asiatischen Kunst des Fernen Ostens einführt, wurde in den Ausstellungen der Abteilung für Außereuropäische Kulturen angewendet. Die Landschaft von "Afrika südlich der Sahara" kann am Beispiel eines Dorfes aus dem Grenzraum zwischen der Savanne und den Wäldern von Guinea, Mali und Senegal kennen.

Die Anfang des 20 Jhs. vom Stettiner H. Dohm gegründete Galerie der antiken Kunst, kehrte nach 50 Jahren an ihren Platz zurück. Es ist eine Ausstellung mit besonderem ästhetischem und didaktischem Wert. Sie besteht aus originaler griechischer Keramik und exakten Kopien der berühmtesten Skulpturen.

Im Jahre 1975 wurde den Besuchern das Museum für Stadtgeschichte zugänglich gemacht. Es befindet sich im alten Rathaus. Während des Aufbaus nach dem Krieg wurde die spätgotische, reich geschmückte Architektur freigelegt, jedoch wurden auch Relikte der späteren Umbauten erhalten. In den effektvollen Räumen wurde eine Ausstellung über die mehr als tausend Jahre alte Geschichte der Stadt angesiedelt. Das Schicksal der Stadt war in die Geschichte von mehreren Nationen eingeflochten: neben Slawen wohnten hier deutsche Kolonisten, nach der heimischen Greifendynastie haben die Schweden die Macht übernommen und dann Preußen; mit kurzen Episoden haben ihre Anwesenheit auch Dänen und Franzosen gekennzeichnet, dagegen hat das Ende des 2. Weltkrieges über die polnische Gegenwart entschieden. Die Ausstellung bemüht sich, alle diese Perioden und deren Erbe darzustellen.

 

Das Nationalmuseum in Szczecin - Zentrale
Muzeum Nardodowe w Szczecinie
ul. Staromłynska 1
71-561 Szczecin
Tel +48 91 335-066

Abteilung Galerie der Gegenwartskunst ul. Staromłyńska 1
Seeabteilung, Wały Chrobrego 3
Abteilung Museum für Stadtgeschichte, Altes Rathaus, ul. Mściwoja 8

Öffnungszeiten:
Dienstags/Donnerstags 10:00 bis 17:00 Uhr
Mittwochs/Freitags 9:00 bis 15:30 Uhr
Samstags/Sonntags 10:00 bis 16:00 Uhr

Zusammenfassung von Christine Ziegler nach einem Faltblatt des Museums

 

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