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8. Jh  Geben wir den Archäologen das erste Wort. Sie haben Funde auf dem Schloßberg der Eisenzeit zugeordnet. Für das 8 Jahrhundert sind erste Siedlungen auf diesem Hügel nachweisbar und ein erster mit Palisaden bewehrter Burgwall.

 
 

10. Jh.  Unterhalb der Burg, längs der Oder, entstand ein Handels-, Fischerei- und Hafenplatz.

 
 

966 ist das Gründungsdatum für den Staat Polen, das damalige Stettin gehört diesem Staat an.

 
 

1124/25
Erste Missionsreise des Bischofs Otto von Bamberg, die Christianisierung von Pommern gelingt durch die Gewinnung von Stettin, was dessen damalige Position in der Gegend verdeutlicht.
Die erste Siedlung ist slawisch, die ersten "Deutschen" kommen im 12.Jh als ein allgemeiner Kolonisierungsprozess in Europa ablief. Deutsche Kaufleute und Ritter ziehen zur Ostsee, ins Elbegebiet, nach Böhmen, Polen und Schlesien. So entsteht auch eine deutsche Siedlung in Stettin.

 
 

Die Zuwanderung wurde durch die pommerschen Fürsten gefördert, die sich davon eine verstärkte Wirtschaftsentwicklung, Stabilisierung und Stärkung gegenüber den Regenten im Osten erhofften.
Damals wurden nicht speziell Deutsche geworben, solche Ideen sind Projektionen aus dem 19. Jh. Allerdings waren aus demografischen Gründen eben viele Deutsche bereit, ihre Heimat zu verlassen und woanders ihr Glück zu versuchen.

 
 

1187 Sw. Jakuba, in ihrer heutigen Erscheinung vor allem eine gothische Hallenkirche aus dem 14./15. Jahrhundert, wurde 1187 als Kirche für die deutsche Siedlung gebaut, die sich zu diesem Zeitpunkt noch außerhalb der damaligen Stadt befand.

 
 

Ab 1237 wird den Deutschen die Stadtregierung von den pommerschen Herzögen übergeben, in diesem Zusammenhang ist auch die Einrichtung des Magdeburger Stadtrechts zu sehen. Offensichtlich war der Einfluß der Zuwanderer sehr gestiegen.
Wichtiger als die Frage ob die Stadt eine "polnische" oder eine "deutsche" sei, erscheint jedoch die Auseinandersetzung zwischen der Stadt und den Herzögen. Solche Auseinandersetzungen liefen überall in Europa mit unterschiedlichem Ausgang. In Stettin waren zuerst die Städter im Vorteil.

 
 

Am 3.4.1243 verleiht Barnim I. Stettin das Stadtrecht nach Magdeburger Recht

 
 

1249 Auf Druck der Stettiner Bürger wird das von Barnim errichtete, steinerne Haus des Herzogs wieder abgerissen, der Fürstensitz nach Dabie verlegt.

 
 

Im Jahre 1278 wird Stettin Hansestadt

 
 

1346
100 Jahre später konnte der Wiederaufbau des Schlosses nicht verhindert werden, die Städter mußten für ihre Zerstörungen sogar Schadenersatz zahlen. Je mehr Macht die Herzöge gewannen, desto schwächer wurde die Bindung der Stadt an die Hanse.

 
 

Vom 12. Jh. bis 1637 bestand das eigenständige Pommersche Herzogtum unter der Greifendynastie. Das im Vergleich zu seinen mächtigen Nachbarn kleine Herzogtum versucht sich zwischen den Mächten Polen, Brandenburg und Dänemark durchzulavieren.

 
 

Von 1184-1227 - also vor dem Greifengeschlecht - stand Pommern unter Dänischer Herrschaft.

 
 

1478 vereint Bogislaw ganz Pommern zu einem Fürstentum.

 
 

1491  Derselbe heiratet die Tochter des polnischen Königs.

 
 

1534 Einführung der Reformation  in Pommern

 
 

Von 1630-1720 steht Stettin unter schwedischer Herrschaft

 
 

1637  Bogislaw XIV, der letzte aus dem Greifengeschlecht stirbt, viele Erbfolgestreitigkeiten 

 
 

1720 Schweden verkauft Pommern an Preußen 

 
 

1724 Preußen fördert den Festungsausbau, Stettin war jedoch schon vorher eine "feste Stadt".

 
 

1806-13 Die napoleonischen Truppen besetzen Stettin, das ist ein enormes Handelshemmnis, Kontinentalsperre 

 
 

19 Jh. Moderne, industrielle Entwicklung 

 
 

1813-1870  Einwohnerzahl Stettins vervierfacht sich 

 
 

1843  Eisenbahnlinie Berlin-Stettin, der Bahnhof erfordert die erste Lücke in der Festungsmauer

 
 

ab 1830  Die industrielle Entwicklung wird intensiver. Die erste Fabrik ist eine Zuckersiederei, dann kommen Börse, Eisenbahn, Gaswerke, Wasserwerke hinzu.Dies führt zu einer Abkehr vom Handel mit Getreide, Holz und anderen landwirtschaftlichen Produkten

 
 

1851 Bau der ersten Werft, weitere Industrien (Zement, Chemie, Walzwerk) entstehen

 
 

1873 Diese Dynamik führt zu dem Beschluß die Befestigungsanlagen zu schleifen, um einen weiteren Ausbau der Stadt zu ermöglichen.

 
 

1898 Eröffnung eines Freihafens auf der Lastadie, (Gegend in der wir wohnen) 

 
 

Jahrhundertwende Bürgermeister Haken, ein bedeutender Stadtentwickler (Hafen, Stadt und kulturelle Einrichtungen) nach ihm benannt: die Hakenterrassen. Diese Entwicklung dauert an bis zum ersten Weltkrieg

 
 

Wa³y Chrobrego

nochmal Herr Haken: drei Gebäude auf den alten Befestigungswällen Landesversicherungsanstalt und Landesfinanzamt, heute Seefahrtshochschule, Museum und Theater, Wojewodschaftsamt, bereits früher Sitz des Regierungsbezirks

 
 

  1945 Stettin wird polnisch, das ist aber eine turbulente Geschichte,Bürgermeister Zaremba als Schlüsselfigur, wer Lust auf Geschichte hat, gehe in das alte Rathaus

 
 

14.12.70 Demonstrationen aufgrund von Preiserhöhungen, ausgehend von Gdansk-Gdynia. Die streikenden Arbeiter der Stettiner Werften zogen vor den Sitz des Wojewodschaftskomitees der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei und steckten das Gebäude in Brand

 
 

30.08.80 Nach einem Dutzend Verhandlungstagen wurde in Stettin das landesweit erste Abkommen zwischen dem betriebsübergreifenden Streikkomitee unter Marian Jurczyk und einer Regierungskommission unterschrieben. Die Schaffung autonomer und unabhängiger Gewerkschaften wurde zugelassen. Beginn der Solidarnosc.

 
 

13.12.81 Kriegsrecht in Polen

 
 

1987 Besuch Johannes Paul II, das in der Chronik zeigt den Stellenwert des Papstes in Polen

 
 

27.05.90  Erste freie Stadtparlamentswahlen in Szczecin

 
 
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